Das Orchester als Vertreter Niedersachsens beim Deutschen Orchesterwettbewerb in Wuppertal

Zum zweiten Mal in Folge vertrat das Jugendblasorchester des Gymnasiums Stolzenau das Land Niedersachsen beim Deutschen Orchesterwettbewerb, der alle vier Jahre vom Deutschen Musikrat organisiert wird.

Einstimmen vorm großen AuftrittMehr als 5000 Musikerinnen und Musiker aus 130 Orchestern traten in 16 verschiedenen Kategorien an. Vom Sinfonie- und Blasorchester bis zum Posaunenchor, vom Jazzorchester bis zum Zupfensemble.

Das Jugendblasorchester des Gymnasiums Stolzenau hatte sich zuvor beim Niedersächsischen Orchesterwettbewerb wegen seiner hervorragenden Leistungen für diesen Wettbewerb qualifiziert.

„Für ein Schulorchester ein außergewöhnliches Ereignis,“ so Leiter Jürgen Graf. Die Musikerinnen und Musiker vom Stolzenauer Gymnasium waren in der Kategorie „Jugendblasorchester“ das einzige WertungsspielSchulorchester und mussten gegen renommierte Musikvereine aus beispielsweise Bayern oder Baden-Württemberg antreten. Nur sechs Bundesländer hatten jeweils ein Jugendblasorchester geschickt. In den übrigen Bundesländern gab es scheinbar kein qualifiziertes Orchester. Viele Jugendorchester scheitern bereits an den Pflichtstücken für diesen Wettbewerb, die vom Schwierigkeitsgrad der Ober- bzw. Höchststufe zuzuordnen sind.

Vor diesem Hintergrund ist das Abschneiden mit gutem Erfolg noch vor dem Jugendblasorchester Sonthofen (Bayern), das Einstimmen vorm großen Auftrittden Wettbewerb in den Jahren 2000 und 2004 gewonnen hatte, ein besonderer Erfolg. Vier der teilnehmenden Orchester erhielten das Prädikat „mit gutem Erfolg“, den ersten Platz mit hervorragendem Erfolg belegte die „Junge Bläserphilharmonie“ aus Ulm.

Bei der Beurteilung durch eine hochkarätige, international besetzte Jury aus Hochschulprofessoren und Dirigenten ging es um Nuancen, denn alle Orchester, die es zu diesem niveauvollen Wettbewerb geschafft hatten, beherrschten ihre Vortragsstücke.

Über den Wettbewerb hinaus verbrachten die Schülerinnen und Schüler aus Stolzenau erlebnisreiche Tage in Wuppertal und knüpften auch Kontakte zu Mitgliedern anderer Orchester. So wurde im Wuppertaler Zoo bei herrlichem Sommerwetter ein Platzkonzert gegeben. Die Abende wurden für den Besuch einiger der zahlreichen Konzertveranstaltungen genutzt.