Eindrucksvolles Sommerkonzert

Am 23.06.2009 ist das Sommerkonzert des Gymnasiums in bewährtem Ablauf an neuem Ort und in beeindruckender Qualität im wahrsten Wortessinne "über die Bühne gegangen". Im vollbesetzten Nienburger Theater "Auf dem Hornwerk" wurden drei Stunden Musikgenuss vom Feinsten angeboten.

BlechbläserensembleNach dem stimmungsvollen Auftakt mit "Just A Closer Walk" durch das Blechbläserensemble spielte das Vororchester unter der Leitung von Jürgen Graf zunächst "Big Sky Ouverture" und anschließend "The Birth Of Rock'n'Roll". Die musikalische Qualität dieses Ensembles ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen, was nicht zuletzt ein Verdienst der Fortführung unserer Bläserklassen 5/6 im anschließenden Musikprofil der Jahrgänge 7, 8 und 9 ist.

Vororchester Das Chorensemble hatte sich zwei schwierige Stücke für den eigenen Auftritt ausgesucht. Zu Beginn erklang eine gefühlvolle A-cappella-Version von Mancinis "Moon River", die in dem Arrangement von Clay Warnick sehr reizvolle Jazzklänge bereithält. Diese sauber zu intonieren gelang den 13 Schülerinnen und Schülern, drei Ehemaligen und den beiden Chorleitern sehr gut.

[...] Zum Abschluss des ersten Teils trafen sich beide Chöre und das Jugendblasorchester auf der Bühne, um mit "A Hard Day's Night" ein Medley bekannter Beatles-Melodien zu Gehör zu bringen. Mit etwa 150 aktiv musizierenden Schülerinnen und Schülern war die Bühne dann beinahe bis zum Rand ihrer Kapazität gefüllt.

Nach der Pause begann das Jugendblasorchester mit der Originalkomposition "Virginia" von Jacob de VirginiaHaan. Hierbei handelt es sich um eine sehr abwechslungsreiche Suite, die den im Titel genannten amerikanischen Staat musikalisch aus verschiedenen Blickwinkeln beschreibt.

Die anschließende "Rhapsody für Euphonium und Orchester" war für den Solisten Julien Escher in gewisser Weise eine Wiederholung seiner praktischen Abiturprüfung, diesmal wurde allerdings die Klavierbegleitung durch ein Orchesterarrangement ersetzt.Julien Escher Julien belegte in aller Öffentlichkeit, dass seine praktische Prüfung zu Recht mit "sehr gut" benotet worden war.

Die Xylophon-Nummer "Zirkus Renz" entwickelt sich langsam aber sicher zu einem Markenzeichen des Jugendblasorchesters, aber ihre Aufführung ist auch immer wieder ein Hingucker: Sebastian Völkel und Marian Wesemann gelingt es in atemberaubender Geschwindigkeit, die Schlägel Xylophon Solistenauf und über die Holzplättchen wirbeln zu lassen, dass es dem menschlichen Auge kaum noch gelingt, ihnen folgen zu können - den Ohren gelingt es dann aber umso besser.

Der letzte Beitrag des Jugendblasorchesters bestand aus einem teils balladenartigen und teils rockigem Brian-Adams-Medley, bei dem die Melodieführung quer durch die Register wandert und das daher sehr abwechslungsreich ist.

Wie immer hatte die Bigband den Auftrag, die Stimmung bis zum Ende der Veranstaltung hoch zu halten und mit einem abwechslungsreichen Programm einigen Solisten die Chance zu geben, sich den verdienten Applaus abzuholen. Den Anfang machte Sebastian Graf, der mit der Trompete bei "Tiger Of San Pedro" solierte.

Sina Raake sang mit "Just The Way You Are" eine gefühlvolle Nummer von Billy Joel, Sebastian Grafbevor bei dem Stück "Vehicle" wieder Instrumentalsolisten zu Werke gingen: Nils Bäßler an der Trompete, Ida Ostermeyer und Laura Rieger am Alt-Saxophon sowie Chris Henking an der Gitarre bewiesen ihr Talent in eindrucksvoller Weise ebenso wie erneut Sebastian Graf (diesmal am Flügelhorn) und Jörn Walting (als Ehemaliger!) bei "Children Of Sanchez". Einige der genannten hatten außerdem noch Soloparts bei der anschließenden "Blues Brothers Revue".

Die erst wenige Tage zuvor aus Mexiko zurückgekehrte Yola Block sang zum Abschluss des Yola BlockKonzerts "Knock On Wood" sowie auf Drängen der begeisterten Zuschauer "I Am What I Am", bevor nach drei Stunden das Konzert - leider - zu Ende ging.

Die Erfahrungen, die wir im Theater gesammelt haben, sind insgesamt sehr gut. Der zunächst ungewohnte Ort erforderte größere Flexibilität während der Proben, da wir die örtlichen Gegebenheiten nicht so genau kannten wie dies bei einem "Heimspiel" der Fall gewesen wäre. Die gute Akustik aber auch das sehr disziplinierte Publikum haben eine Konzertatmosphäre erzeugt, die den Mitwirkenden höchste Konzentration ermöglichte. Das zahlte sich aus in einer musikalischen Qualität, die in der heimischen Dreifachhalle nur selten erreicht werden konnte. Und auch abseits der Bühne im Backstagebereich hatten einige ihren Spaß...

Artikel: Möller
Fotos: Gröneveld, Jüres, Möller